GanzPflanzenSilage
Ein spezieller Mähtisch mit 5 m breitem Scheibenmähwerk befördert das noch grüne Getreide direkt in den Häcksler. Besonders bei Trockenheit kann hiermit beste GPS-Silage geerntet werden.
Empfehlungen zu GPS-Silage:
• Energiegehalt vom Korn-Strohverhältnis abhängig (5 - 6,5 MJ NEL / kg TS)
• Winterweizen ist wegen fehlender Grannen schmackhafter als Wintergerste.
• Wintergetreide weisen bei gleichen Inhaltswerten eine höhere Verdaulichkeit auf
• Energiegehalt wie Grassilage, Eiweißgehalt wie Maissilage.
• Nur junges und feuchtes Erntegut lässt eine ausreichende Verdichtung zu.
• Auf hohen Vorschub achten!
Nachfolgend eine Empfehlung der LFL Bayern: (PDF)
- Empfehlungen zum Einsatz von Getreide-Ganzpflanzensilage (GPS)
Grundsätze:
• Energiegehalt von GPS ist im wesentlichen abhängig vom Korn-Strohverhältnis (5,0 bis 6,5 MJ NEL / kg TS)
• Winterungen weisen bei gleichen Inhaltswerten eine höhere Verdaulichkeit auf
• Winterweizen ist wegen fehlender Grannen schmackhafter als Wintergerste.
Was ist zu beachten?
• Wartezeiten nach Pflanzenschutzmaßnahmen!
• GPS-Silage neigt zur aeroben Instabilität (siehe Silierung).
Ernte:
• Ende der Milchreife bis Mitte der Teigreife (ca. 2 – 3 Wochen vor der Körnerernte).
• Nur grüne Pflanzenteile ernten (gelbe Pflanzeteile reduzieren Energiegehalt, evtl. Hochschnitt!).
• Das Korn muss zwischen den Fingern leicht zu zerdrücken sein!
• Optimale TS-Gehalte:
> Gerste < 35 %
> Weizen, Roggen, Triticale 35 – 40 %
• Die Ernte erfolgt mit Selbstfahrhäcksler mit GPS-Vorsatz, die theoretische Häcksellänge soll bei ca. 4mm liegen!
• Vielmessertrommel bei der Ernte einsetzen - es dürfen keine ganzen Körner im Erntegut sein!
Silierung:
• Nur junges und feuchtes Erntegut lässt eine ausreichende Verdichtung zu.
• Auf hohen Vorschub achten!
• Optimal: auf GPS im Silo noch eine Schicht Gras silieren!
• Silo soll mindestens 6 Wochen, besser 12 Wochen geschlossen bleiben!
• Zur Verbesserung der Haltbarkeit an der Luft Siliermittel der Wirkungsrichtung 2 (Verbesserung der aeroben Stabilität) verwenden.
Einsatz in der Fütterung:
• Energiegehalt wie Grassilage, Eiweißgehalt wie Maissilage.
• Stärkegehalt der Gesamtration beachten.
• Menge auf 10 – 15 kg Frischmasse je Kuh und Tag begrenzen.
• Eiweißergänzung beachten!
Weiterführende Literatur
• Praxishandbuch Futterkonservierung. – DLG-Verlag Frankfurt am Main
Erarbeitet von:- Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
Institut für Tierernährung und Futterwirtschaft
Details im Original Dokument: hier klicken


